Viele Bundesländer gewähren Fristverlängerung bei Kassenumstellung

Bereits zum 1. Januar 2020 trat das Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen in Kraft. Ab hier werden eigentlich nur noch speziell zertifizierte elektronische Kassensysteme zugelassen sein, die über eine spezielle Schnittstelle zum Auslesen der Daten durch das Finanzamt verfügen. Die Übergangsfrist zur Einführung dieser Systeme gilt bis zum 01.09.2020. Zwar hat das BMF eine Fristverlängerung ausgeschlossen, jedoch bieten fast alle Bundesländer einen Aufschub.

 

In unserem Artikel „Das Finanzamt liest mit! Änderungen bei elektronischen Kassensystemen zum 01.01.2020“ haben wir im Dezember 2019 über die anstehenden Änderungen informiert.

Jetzt haben die Länder Baden-Württemberg, Hessen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Berlin, Brandenburg und des Saarlandes gemeinsam beschlossen, in ihren Ländern in den kommenden Monaten bei der technischen Umstellung der Kassensysteme mehr Zeit zu geben. Wie es in Ihrem Bundesland geregelt wird, erfragen Sie am besten direkt bei Ihrer Landesregierung, bzw. der dafür zuständigen Stelle.

Der VPT begrüßt den Schritt dieser Bundesländer“, so Hans Ortmann, Landes- und Bundesvorsitzender des VPT. „Gerade in der der schwierigen Zeit der Corona-Pandemie sollte alles dafür getan werden um die Therapeutinnen und Therapeuten, sowie natürlich auch alle anderen Wirtschaftsbereiche zu unterstützen. Der VPT fordert, gemeinsam mit den anderen Mitgliedsverbänden des SHV, schon lange den Abbau von Bürokratie. Zwar ist die fortschreitende Digitalisierung wichtig, sollte aber nicht dazu führen, die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen zu erschweren“.  

 

 

(Foto: AdobeStock/Khaligo)