VdAK/AEV

- Abrechnung D2 und Doppelbehandlungen

Der VdAK/AEV hat mit zwei Schreiben über Folgendes informiert:

  1. Seit der Neufassung der Heilmittel-Richtlinien zum 1. Juli 2004 ist die standardisierte Heilmittelkombination D 2 nicht mehr verordnungs- und abrechnungsfähig. Trotzdem kommt es immer noch vor, dass Vertragsärzte D 2 weiterhin verordnen und Therapeuten diese Leistung dann mit den Ersatzkassen abrechnen. Der VdAK/AEV hat nun angekündigt, diese Leistungen ab sofort nicht mehr zu vergüten. Der VPT empfiehlt daher, D 2-Verordnungen nicht mehr anzunehmen und den verordnenden Arzt darüber aufzuklären, dass diese Leistung bereits seit 1. Juli 2004 keine GKV-Leistung mehr ist.

  2. Bei der Verordnung von Doppelbehandlungen kommt es immer wieder zu Differenzen bei der Abrechnung. Der VdAK/AEV hat daher ergänzend zu dem gemeinsamen Fragen- und Antwortenkatalog der Spitzenverbände der Krankenkassen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) Frage 11 noch einmal erläutert, wie Doppelbehandlungen definiert sind. Danach hat der Vertragsarzt eine medizinisch indizierte Doppelbehandlung im Feld Heilmittel nach Maßgabe des Katalogs deutlich zu machen (z.B. KG als Doppelbehandlung). Im Feld Verordnungsmenge sind weiterhin die Höchstverordnungsmengen gemäß Heilmittel-Katalog zu beachten. Wünscht der Vertragsarzt also bspw. drei Doppelbehandlungen in der Diagnosegruppe WS2, muss er das Feld Verordnungsmenge in dem Fall mit 6 kennzeichnen. Die Ersatzkassen haben angekündigt, im Rahmen der Rechnungsprüfung die Abrechnungen ggf. auf die angegebene Anzahl der Behandlungen im Feld Verordnungsmenge zu kürzen. 


    Die vorstehend beschriebene Regelung gilt im Übrigen auch für Verordnungen außerhalb des Regelfalls. Das heißt, bei der Verordnung von Doppelbehandlungen außerhalb des Regelfalls muss beachtet werden, dass der Patient spätestens innerhalb von 12 Wochen wieder den Vertragsarzt aufsuchen sollte. Bei einer beispielhaft angenommenen Frequenz von 2 Behandlungen pro Woche würde dies bedeuten, dass der Vertragsarzt hier maximal 24 Behandlungen bzw. 12 Doppelbehandlungen verordnen kann. Der erwähnte Fragen- und Antwortenkatalog von Kassen und KBV kann unter www.vpt-online.de im Mitgliederbereich  heruntergeladen oder über die Landesgruppen bezogen werden.