Sozialversicherungswerte: Beitragsbemessungsgrenze (BBG) 2021

Der Bundesrat hat Ende November der Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2021 zugestimmt. Mit der Verordnung werden die maßgeblichen Rechengrößen der Sozialversicherung jedes Jahr gemäß der Lohnentwicklung im Vorjahr angepasst.

Die Sozialversicherungsbeiträge werden lediglich bis zu einer bestimmten Einkommensgrenze erhoben. Für den Teil des Gehalts, welches über der Beitragsbemessungsgrenze liegt, fallen keine weiteren Sozialabgaben an.

Beitragsbemessungsgrenze Krankenversicherung

Im Rahmen dieser Rechengrößenverordnung 2021 wurden auch die neuen Rechengrößen in der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung für das Jahr 2021 beschlossen.

Demnach steigt die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung ab dem 1. Januar 2021 auf jährlich 58.050 Euro (monatlich 4.837,50 Euro). Die Versicherungspflichtgrenze liegt dann bei 64.350 Euro jährlich (monatlich 5.362,50 Euro).

Beitragsbemessungsgrenze Rentenversicherung

Im Jahr 2021 wird die Beitragsbemessungsgrenze West in der allgemeinen Rentenversicherung und in der Arbeitslosenversicherung auf jährlich 85.200 Euro festgesetzt (monatlich 7.100 Euro). In der knappschaftlichen Rentenversicherung beträgt sie 104.400 Euro jährlich bzw. 8.700 Euro monatlich.

In den neuen Bundesländern wird die Beitragsbemessungsgrenze RV Ost 2021 auf jährlich 80.400 Euro angehoben (monatlich 6.700 Euro). In der knappschaftlichen Rentenversicherung auf 8.250 Euro monatlich bzw. 99.000 Euro jährlich.

Diese Beitragsbemessungsgrenze definiert die Grenze des Bruttolohns, auf die Arbeitnehmer Beiträge für die Rente zahlen müssen. Gutverdiener müssen also im nächsten Jahr höhere Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zahlen, erhalten dafür aber auch höhere Rentenanwartschaften.

Die beigelegte Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2021 wurde Anfang Dezember im Bundesgesetzblatt verkündet und tritt am 1. Januar 2021 in Kraft.