Sendebeitrag "Gefühlte Inflation

- warum offizielle Daten zur Preisentwicklung von den Erfahrungen der Verbraucher abweichen" in plusminus vom 13.12.2005: Physiotherapie Preistreiber Nr. 1?

In einer Sendung des ARD-Magazins plusminus am 13.12.2005 geht die Autorin des im Titel genannten Beitrags der Frage nach, warum die offizielle Preissteigerung, die durch Erhebungen des Statistischen Bundesamtes festgestellt wird, von der so genannten "gefühlten Inflation" abweicht. In dem Zusammenhang wird für den Zeitraum von 2000 bis heute eine durchschnittliche Preissteigerung für Krankengymnastik und Physiotherapie in Höhe von 73,5 Prozent erwähnt (Zitat: "Preistreiber Nummer 1 sind die Krankengymnastik und Physiotherapie mit 73,5 Prozent Preissteigerung, ...").
Zu Unrecht wird der breiten Öffentlichkeit so suggeriert, dass sich die physiotherapeutischen Praxen in Deutschland in den letzten Jahren an ihren Patienten bereichert hätten. Diese massive Irreführung muss aufgeklärt werden. Schließlich haben sich nicht die Einnahmen der physiotherapeutischen Praxen erhöht, sondern die Zuzahlungen der Patientinnen und Patienten. Urheber der von plusminus so bezeichneten "Preistreiberei" ist einzig und allein der Gesetzgeber, der mit dem GKV-Modernisierungsgesetz die Patientenzuzahlungen zum 01.01.2004 deutlich angehoben hat. Profitiert haben hiervon ausschließlich die gesetzlichen Krankenkassen, nicht die physiotherapeutischen Praxen!

Der VPT hat die Redaktion des Magazins plusminus aufgefordert, die Öffentlichkeit über diesen Irrtum aufzuklären.