Grundlohnsummenschätzung für 2006

Gemäß § 71 Abs. 3 SGB V gibt das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS) jährlich im voraus die durchschnittliche Veränderungsrate der beitragspflichtigen Einnahmen aller Krankenkassen je Mitglied bekannt. Diese Schätzung - kurz "Grundlohnsummenentwicklung" genannt - spiegelt, vereinfacht gesagt, die Entwicklung der Einnahmen der Gesetzlichen Krankenkassen wieder. Zugleich ist hiermit die Höchstgrenze für Vergütungserhöhungen gesetzlich festgelegt. Für 2006 sind vom BMGS jetzt folgende Zahlen veröffentlicht worden (Basis sind die Rechnungsergebnisse der Kassen vom 2. Halbjahr 2004 und 1. Halbjahr 2005):

Westdeutschland: + 0,83 %
Ostdeutschland:    + 1,41 %
Bund:                        + 0,97 %

Da die Veränderungsrate für Ostdeutschland über der für Westdeutschland liegt, finden die Zahlen in den Vertragsgebieten Ost und West jeweils getrennt Anwendung. Das heißt, die Behandlungspreise dürfen 2006 in Westdeutschland um maximal 0,83 Prozent steigen, in Ostdeutschland um maximal 1,41 Prozent.