GBA will im Schnellverfahren über die Anpassung der Heilmittelrichtline entscheiden.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) wird vermutlich heute in einem Schnellverfahren über die Anpassung der Heilmittelrichtlinie entscheiden, um die Corona-Krise bewältigen zu können. Dabei soll die Aussetzung der Unterbrechungsfristen und die Variabilität beim Behandlungsbeginn (analog GKV-SV vom 18.03.2020) in die Heilmittelrichtlinie geschrieben werden. Weitere Erleichterungen soll es bei:

  • Folgeverordnungen und Verordnungen außerhalb des Regelfalls geben. Vorgesehen ist, dass diese auch nach telefonischer Anamnese ausgestellt und postalisch an die oder den Versicherten übermittelt werden können, sofern bereits zuvor aufgrund der selben Erkrankung eine unmittelbare persönliche Untersuchung durch den Arzt erfolgt ist.
  • Entlassmanagement: Die 7-Kalendertage-Frist soll auf eine 14-Kalendertage-Frist und die 12-Kalender-Tage-Frist auf eine 21-Kalendertage-Frist erweitert werden. Die unmittelbare Erforderlichkeit kann sich aus dem Umstand einer Vermeidung des zusätzlichen Aufsuchens einer Arztpraxis ergeben.

Wir rechnen mit einer unmittelbaren Verkündung im Bundesanzeiger nach Beschlussfassung durch den G-BA.