Aussetzung der Unterbrechungsfristen durch das Coronavirus (COVID-19)

Aus Angst, sich mit dem Coronavirus anzustecken, sagen Patienten vermehrt Termine ab. Andererseits gilt es, dass Risikopatienten möglichst von einem Praxisbesuch absehen.

Um dieser Situation gerecht zu werden, hat der GKV-Spitzenverband folgende Empfehlungen veröffentlicht:

Die Behandlungen können auf unbestimmte Zeit unterbrochen werden, sofern der letzte Behandlungstag vor der Unterbrechung nach dem 17.02. liegt.

Ebenfalls auf unbestimmte Zeit kann der Behandlungsbeginn verschoben werden, wenn die Verordnung nach dem 18.02.2020 ausgestellt wurde und der Vertragsarzt Angaben zu einem späteren Behandlungsbeginn auf dem Verordnungsvordruck gemacht hat.

Diese Regelungen gelten sowohl für vertragsärztliche als auch für Vertragszahnärztliche Heilmittelverordnungen. Gültig ist die Empfehlung zunächst für alle Behandlungen die bis einschließlich dem 30.04.2020 durchgeführt werden.

Achtung: Die Krankenkassenverbände weisen zusätzlich darauf hin, dass der Coronavirus auch zu Problemen in der operativen Bearbeitung bei den Krankenkassen und/oder Abrechnungsdienstleister führen kann.

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