Aktuelles

Stand des GKV-WSG zum Jahreswechsel

| Udo J. Fenner, Bundesgeschäftsführer im VPT

Die Gesundheitsreform ist endgültig auf den Weg gebracht. Seit dem 25.10.2006 liegt der Regierungsentwurf des "Gesetzes zur Stärkung des Wettbewerbs in der GKV - GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG)" vor. Das ursprüngliche Kernstück der Reform, der Gesundheitsfond, ist auf 2009 verschoben worden. Inhaltlich wurde dies damit begründet, dass der Fonds dann zeitgleich mit dem überarbeiteten Risikostrukturausgleich eingeführt wird. Politisch erklärt sich die Verschiebung wohl eher in der Tatsache, dass die Landtagswahlen 2008 dann weitgehend frei bleiben können vom Streit um die Gesundheitsreform. Wie auch immer, mit einem Scheitern der Reform rechnet ernsthaft niemand mehr.

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Berufsgenossenschaften

Nachdem die Gebühren für BG-Behandlungen zum 01.09.2006 um 0,97 % erhöht wurden (wir berichteten), tritt mit dem 01.01.2007 auch ein überarbeiteter Rahmenvertrag in Kraft. Das neue Vertragswerk wurde modernisiert und textlich überarbeitet. Besonders erfreulich ist, dass zum 01.01.2007 der Abschlag für die Gebühren der A-Positionen in den neuen Bundesländern (so genannter "Ost-Abschlag") entfallen wird. Hintergrund ist das "Vertragsarztrechtsänderungsgesetz (VÄndG)", das am 24.11.2006 den Bundesrat passiert hat und somit zum 01.01.2007 in Kraft treten konnte. Da die B-Positionen an die Gebühren des VdAK/AEV angebunden sind, konnten diese leider nicht in die Neuregelung mit einbezogen werden. Die überarbeitete, einheitliche Preisliste für BG-Behandlungen ab dem 01.01.2007 finden Sie im Mitgliederbereich.

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Lust auf Bewegung, Bewegte Kinder - Schlaue Köpfe

| Dr. Dieter Breithecker

Kinder in der (Sitz-) Trägheitsfalle

Spätestens mit Eintritt in das Schulleben wird aus dem bewegungsfreudigen Spielkind ein Sitzkind. Schon Grundschulkinder sitzen heutzutage durchschnittlich 10 Stunden täglich. Beim Frühstück, auf der Fahrt zur Schule, am langen Schultag und auch in der Freizeit vor TV, Spielkonsole und Computer. Mit jedem Schuljahr nimmt die Sitzzeit zu. Für ausreichende körperliche Aktivität bleibt immer weniger Zeit. 

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Professor Dr. med. Hans-Dieter Hentschel, Nestor der Naturheilkunde, wurde 85

| André-Michael Beer, Bernhard Uehleke

Hans-Dieter Hentschel wurde am 16.11.1921 in Berlin-Zehlendorf (Dahlem) geboren. Er besuchte das Gymnasium in Berlin-Zehlendorf und Wallasey (England). Nach der Reifeprüfung in Berlin entschloss er sich zum Studium der Medizin, wesentlich beeinflußt durch das Buch "Vom Werden des neuen Arztes" des Schweizers Arztes Max Bircher-Benner. Bald nach Beginn des Studiums wurde er zum Reichsarbeitsdienst, dann als Sanitätssoldat, vor allem in Russland (Kuban), eingezogen.

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Sozialversicherungsrechengrößen für 2007

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) passt jährlich einmal die für alle Sozialversicherungszweige maßgeblichen Rechengrößen und Bezugswerte an die Steigerung aller Erwerbseinkommen an.

Unter anderem sind in dieser so genannten "Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung" die Beitragsbemessungsgrenzen genannt, die Grenzen also, bis zu denen Einkommen sozialversicherungspflichtig sind. Die für das Jahr 2007 voraussichtlich geltenden Rechengrößen sind in der nebenstehenden Tabelle zusammengefasst. Die zum In-Kraft-Treten erforderliche Zustimmung des Bundesrats stand zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses noch aus.

Pressemitteilung:

| Bundesarbeitsgemeinschaft der Heilmittelverbände e. V.

Das erste Hausarztmodell für Pädiater "AOK-Junior" in Niedersachsen bringt zwar für Kinder und Jugendliche zusatzliche Vorsorgeleistungen und damit zweifellos Vorteile. Wie so oft findet sich aber ein Haken im Kleingedruckten. Nach § 9 Abs. 1 des Vertrages nach § 140 a SGB V zwischen der AOK Niedersachsen und dem Berufsverband Kinder- und Jugendärzte e.V. erhalten nämlich auch die Kinder- und Jugendärzte "eine Reihe von extra budgetären Vergütungen".

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Motorisches Lernen nach dem Konzept der Funktionellen Bewegungslehre am Beispiel einer Patienten mit schwerer peripherer Facialisparese

| Corinna Horn

Wenn innerhalb einer physiotherapeutischen Behandlung bestimmte Fähigkeiten eingeübt werden, kann man das als motorisches Lernen bezeichnen. Als einen negativen Lernprozess kann man die Gewöhnung an fehlerhafte Bewegungsabläufe (Ausweichbewegungen) ansehen. Eine weitere negative Möglichkeit ist, daß der Patient sich daran gewöhnt, einen Körperteil überhaupt nicht zu benutzen. Letzteres wird in der Neurologie als „gelernter Nicht-Gebrauch” bezeichnet.

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Die erste Massageschule – ein fast unbekanntes Kapitel

| Prof. Dr. med. Hans-Dieter Hentschel

Es bleibt noch zu erwähnen, dass in dem damals erheblich erweiterten Universitätsklinikum (116) zur fast gleichen Zeit neben der Massage-Anstalt zwei weitere therapeutisch orientierte Institutionen entstanden. Im gleichen Gebäude wurde eine „Hydrotherapeutische Anstalt“ mit Poliklinik eröffnet, deren Leitung der angesehene Kliniker Professor Ludwig Brieger innehatte und dem die Lehre des umfassenden Faches „Allgemeine Therapie“ oblag (18, 66, 69, 86, 108, 116). Ferner wurde – der damas mächtig voranschreitenden Technisierung folgend – das seit 1887 bestehende private medicomechanische Institut des Dr. Schütz in das Klinikum eingegliedert, in dem die Behandlung mit 80 darin installierten Zanderschen Bewegungsapparaten im Vordergrund von Lehre und Praxis stand.

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Alternativmedizinische Behandlungen, z.B. Meridian-Farb-Therapie, können von Behandlern ohne spezielle Erlaubnis durchgeführt werden

| Rechtsanwalt Erich J. Groß, Kiel

Mit seiner grundlegenden Entscheidung vom 02.03.2004 - 1 BvR 784/03 (BVerfG NJW - RR 2004, 705) hat das Bundesverfassungsgericht zum Ausdruck gebracht, dass derjenige, der die Selbstheilungskräfte eines Patienten durch Handauflegen aktiviert und dabei keine Diagnosen erstellt, keiner Erlaubnis, z.B. nach dem Heilpraktikergesetz, für diese Behandlung bedarf. Gefordert war allerdings eine Belehrung darüber, dass die gewünschte Behandlung keinen Arztbesuch, Diagnose und medizinische Behandlung des Krankheitsbildes ersetzt.

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GEZ-Gebühr für internetfähige PCs

Mit dem 8. Rundfunkänderungsstaatsvertrag haben die Bundesländer Neuregelungen im Rundfunkgebührenstaatsvertrag (RGebStV) beschlossen. Es wurde unter anderem eine Nachfolgeregelung für das bis zum 31. Dezember 2006 befristete PC-Moratorium, wonach internetfähige PCs nicht der Gebührenpflicht unterliegen, geschaffen. Nach § 11 Abs. 2 RGebStV entfällt für Internet-PCs ab 1. Januar 2007 diese befristete Freistellung von der Rundfunkgebührenpflicht.

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