Schulgeldfreiheit weiter auf dem Vormarsch

Nach Brandeburg und Bremen soll nun auch in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein zukünftig das Schulgeld für Auszubildende in Gesundheits- und Heilberufen wegfallen. Der VPT begrüßt diese Entwicklung und hofft auf weitere Schritte zur Bekämpfung des Fachkräftemangels.

Am 11. April des vergangenen Jahres trat das Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG) in Kraft. Damals hat der VPT gefordert, dass es nur mit vernünftigen Verdienstaussichten und Schulgeldfreiheit künftig möglich sein wird, junge Menschen für den PT-Beruf zu gewinnen. Die ersten Bundesländer reagieren nun und bieten eine kostenfreie Ausbildung für die Bereiche Physio- und Ergotherapie, sowie für Logopäden an. „Wir hoffen, dass diese positive Entwicklung dazu beitragen wird, dass unsere Berufsgruppe wieder attraktiver wird“, so Karl-Heinz Kellermann. „Es kann nicht angehen, dass die Ausbildung zum Arzt kostenlos ist, der Auszubildende im Bereich der Gesundheits- und Heilberufe, welcher später nicht mal ein Drittel der Summe verdienen wird, die ein Mediziner bekommt, aber für seine Ausbildung mehrere Hundert Euro monatlich aufbringen muss. Hier werden wir als Verband auch weiterhin darauf hinarbeiten, dass die Ausbildung zukünftig kostenfrei angeboten wird“.

Selbstverständlich ist die Schulgeldfreiheit nur der erste Schritt. Angemessene Vergütung, Blankoverordnung und Abbau der Bürokratie müssen genauso durchgesetzt werden. Dafür wird sich der VPT auch weiterhin mit allen Mitteln einsetzen. Nur so kann der bestehenden Fachkräftemangel nachhaltig bekämpft werden…